Wednesday, 20 February 2008

zu nah, zu falsch...

In letzter Zeit fühlt sich einfach alles so falsch an.
Ich vor allem. Ich hab den Ausdruck schon öfters gebraucht: wie eine Katze, die man gegen das Fell bürstet. Wie wenn man mit trockenen, spröden Händen Seide anfasst.
Aber seit neustem sind auch die anderen irgendwie falsch... Ich hab dauernd so komische Ideen... finde, dass man anderen Menschen viel zu nah kommt im Alltag, man ist manchmal nur Zentimeter von einem anderen, wie man selbst kaum angezogenen Mitmenschen entfernt.
Ich empfinde in letzter Zeit alles als Eindringen in Privatsphären, in meine, in diejenige anderer...
Alle Leute sind so unangezogen in meiner Vorstellung, also nicht dass ich sie nackt sehe oder sowas, aber ich empfinde alle als nicht genug verhüllt... denke dauernd, dass man als Frau so ausgestellt ist, mit einem so offensichtlichen Merkmal wie einem Busen (als Mann natürlich auch, je nach dem...), dass man eigentlich von Glück sagen kann, wenn man nicht dauernd berührt wird...

... wie nahe man sich dauernd kommt... nur ein paar Millimeter Kleidung zwischen zwei völlig fremden Menschen.


Das führt auch irgendwie dazu, dass ich mal wieder nicht mehr weiss, wo ich aufhöre oder anfange... ich weiss nicht, wie ich zu den blauen Flecken am rechten Unterschenkel gekommen bin. Es ist doof, ich will wissen, wo ich aufhöre, wo die Umgebung beginnt, aber der Weg, den ich kenne, will ich eigentlich nicht mehr gehen...


Blah.
Ich geh jetzt.

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